Judith Miller, eine Enthüllungsreporterin der
New York Times, musste am Mittwoch ins Gefängnis weil sie den Namen ihrer Informationsquelle nicht preisgeben will.
Wie der
Spiegel (
via Schockwellenreiter) bereits gestern berichtete soll der Richter diese Beugehaft angeordnet haben, um die Journalistin umzustimmen.
Die Journalistin begründete dem Richter Thomas F. Hogan gegenüber ihre Haltung damit, dass ohne Informatenschutz eine freie Presse nicht funktionieren kann:
"If journalists cannot be trusted to guarantee confidentiality, then journalists cannot function and there cannot be a free press."
Diese Entwicklung ist bedenklich. Schließlich hat sich dieses Modell der freien Presse heute als Vorbild international durchgesetzt. Und letztendlich ist auch gerade in Deutschland die gesamte Presse und Runkfunklandschaft in den Entstehungsjahren massgeblich durch das U.S. amerikanische Verständnis einer freien Presse entstanden. Die ersten Lizenzen zur Veröffentlichung von Zeitungen stammen von der damaligen Besatzungsmacht USA. Auch wenn die deutsche Gesetzgebung und die Rundfunkurteile des Bundesverfassungsgerichts die Entwicklung in den Folgejahren mitgeprägt haben.
Vergleicht man die heutige Situation mit der Entwicklung in anderen Ländern wie China oder auch Russland sollten jegliche Eingriffe in diese Grundlagen der freien Kommunikation nicht unbeachtet von der Öffentlichkeit bleiben.
Nicht zuletzt auch deshalb greift dieser Artikel dieses Thema hier nochmals auf.
Der ganze Artikel im Original in der
New York Times
Kommentare
Do, 24.04.2008 17:41
aha, jetzt melden sich die Gitarristen zu Wort
Do, 24.04.2008 13:31
Aber sind guitar und bass nicht vertauscht?
Di, 05.02.2008 14:27
Bei mir ruft oft "das Kreditinstitut" meines Vaters an. Auf die Frage, welches Kreditinstitut es denn sei, heißt es [...]
Sa, 21.07.2007 22:57
Meine persönlich favorisierte Alternative zu iTunes ist die Freeware Poddox. Diese iPod-Software ist sehr klein, läuft [...]
Mi, 13.06.2007 23:09
Es dürfte einfach nicht mehr gestattet sein, seine Rufnummer zu unterdrücken. Damit wäre schon viel erreicht.